Tagung

Hassrede im Netz -
Digitalen Antisemitismus erfassen

Mittwoch, 19. Oktober 2022 / 10:00 – 20:00 Uhr
Einstein Center Digital Future (Wilhelmstraße 67, 10117 Berlin)

 

Die Tagung fand im Einstein Center Berlin statt und wurde zudem via Livestream übertragen. Wir möchten allen Teilnehmenden in Präsenz sowie online für Ihr Interesse und die spannenden Anregungen danken! 

Hass und Hetze im Netz sind Probleme, die uns alle angehen, denn sie gefährden Demokratie und Pluralismus. Die Entstehung von Parallelöffentlichkeiten und die Anonymisierung von Debatten im interaktiven Web befeuern diese Phänomene massiv. Kommunikation, die auf Vernunft und Verständigung beruht, wird verdrängt von Differenzkonstruktionen, die auch in der Mitte der Gesellschaft immer stärker an Terrain gewinnen. Antisemitismus als Hassideologie, die durch historische Tradierung besonders stark verankert ist, erfährt erneuten Aufwind.

Die Tagung beschäftigte sich vor diesem Hintergrund mit aktuellen Formen von Antisemitismus in den sozialen Medien. Zu Wort kamen qualitativ und quantitativ arbeitende Expert*innen aus der Linguistik, Bild- und Extremismusforschung, den Kommunikationswissenschaften und aus dem Data Science-Bereich. Die Moderation für den Tag übernahm Christian Strippel, der kurzfristig für die erkrankte Simone Rafael eingesprungen ist. 

 

Von links: Betty van Aken (BHT Berlin), Daniel Miehling (TU Berlin), Helena Mihaljević (HTW Berlin) und Moderator Christian Strippel (Photo: Kay Herschelmann)

Contact

TU Berlin
Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA)
Kaiserin-Augusta-Allee 104–106, 10553 Berlin
info@decoding-antisemitism.eu